Das niederländische Architekturbüro Royal Haskoning Architects hat uns die Pläne für ihr Mondhotel überlassen. Es ist so konzipiert, dass es in Einzelteilen mit vorhandenen Trägersystemen wie zB. der Ariane 5 von Kourou aus zum Mond gebracht werden kann.



Architekt Dennis Hauer erklärt: "Die Villa ist ein kugelförmiges Mini Biotop auf dem Mond. Es ist eine metaphorische Referenz an die Erde. Die Villa bildet eine Einheit mit der rauen und dunklen Mondlandschaft. Eine glatte und transparente Kugel mit einem grünen Wohnumfeld innen. "

Das Denken über Grenzen hinweg führt zu innovativen Lösungen und Typologien. Die Villa ist entworfen, um Energie, Wasser, Nahrung und Sauerstoff zu bieten. Es ist kein traditionelles Haus mit Zimmern und Wänden, sondern ein kontinuierlicher Raum - Haus und Garten sind eins. Nur Räume für die Privatsphäre - wie Schlaf-und Badezimmer - sind in geschlossenen kleineren Kugeln platziert.

Ein interessantes Detail ist das "Split Level"-Prinzip. Zwischen den einzelnen Etagen gibt es einen Höhenunterschied von 1,20m. Da die Schwerkraft auf dem Mond nur 1/6 der Schwerkraft auf der Erde beträgt, sind die verschiedenen Ebenen ohne Treppen zugänglich.

Die Villa besteht aus Glas, Kunststoff und Stahl. Glas und Stahl könnten auf dem Mond möglicherweise abgebaut und erzeugt werden, Kunststoffe sollten von der Erde aus transportiert werden. Aber es ist auch möglich, die Villa auf der Erde vorzufertigen und sie zum Mond zu bringen.

Die Hülle der Kugel besteht aus einer 15 cm dicken Schicht aus Glas und Kunststoff-Verbundmaterial. Dieses ist resistent gegen kosmische Strahlung und kann den Einschlägen von kleinen Meteoriden widerstehen.

An der Außenseite der Kugel sind drehbare Membranen angebracht, die sich mit der Sonne drehen. Die Größe der Öffnung in der Membran kann so gesteuert werden, dass mehr oder weniger Sonnenlicht in die Sphäre fällt, um die Temperatur in der Villa zu kontrollieren. Auf der Hülle sind außerdem Solarzellen, um die erforderliche Energie zu erzeugen.



Aufgrund der geringen lunaren Schwerkraft im Vergleich zur irdischen kann die Villa leichter gebaut werden. Die Fußböden müssen nur 2 bis 3 cm dick sein.

Lebensmittel lassen sich zum Teil im Hotel selbst anbauen. In einem Garten können Gemüse, Kartoffeln, Reis und Gewürze wachsen und Fische können in einem Teich gehalten werden.

Auch Pflanzen spielen eine wichtige Rolle, um aus CO2 wieder Sauerstoff zu gewinnen. Dadurch entsteht ein geschlossener Sauerstoffkreislauf.

Unter der Mondoberfläche befindet sich ein Schutzraum gegen Sonnenstürme. Eine Schicht von 2,5 m Mondboden und Fels bietet ausreichenden Schutz.

Dieser Keller und die gesamte Kugel sind durch eine Schleuse verbunden. Durch die Schleuse können die Bewohner auch nach außen gelangen und die Mondlandschaft genießen.



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Zukunft

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